Die lebenswichtige Nährstoffversorgung; Kohlenhydrate

Die lebenswichtige Nährstoffversorgung

Schlägt man in einem Lexikon nach, so erfährt man, dass Nährstoffe „verschiedene organische und anorganische Stoffe sind, die von Lebewesen zu deren Lebenserhaltung aufgenommen und im Stoffwechsel verarbeitet werden“. Informiert man sich dann in Fachpublikationen etwas genauer, erfährt man, dass die Nährstoffe in festgelegte Gruppen eingeteilt sind.

Kohlenhydrate, auch Saccharide genannt

Eine der wichtigsten Rollen in der menschlichen Ernährung spielen die Kohlenhydrate. Man kann sie auch vereinfacht Zucker nennen. Sie sind der bevorzugte Energielieferant für den Organismus und können dort leicht verwertet werden. Sie gelten aber nicht als essentiell, da der Körper sie in der Gluconeogenese unter Energieaufwand aus anderen Nahrungsbestandteilen herstellen kann. Wissenschaftlich unterscheidet man sie nach der Anzahl ihrer Moleküle.

  • Als Monosaccharide werden solche bezeichnet, die nur ein Molekül besitzen.
  • Disaccharide bestehen aus zwei Monosacchariden. Hierbei kann es sich um gleiche oder unterschiedliche Monosaccharide handeln.
  • Polysaccharide sind Verknüpfungen vieler Monosaccharide.

Reich an Kohlenhydraten sind vor allem Nudeln, Kartoffeln, einige Obstsorten, Vollmilch und alle Süßigkeiten.

Aufgaben im Organismus:

Energielieferant und wichtig für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur.

Mangelprobleme:

Treten nicht auf, da der Körper sie selber herstellen kann.

5-HTP und 5-HT wissenschaftlich

5-HTP und 5-HT wissenschaftlich betrachtet

5-HTP (5-Hydroxy-Tryptophan) ist eine Aminosäure, die in Organismen bei der 5-HT-Synthese aus Tryptophan entsteht und für die Bildung von 5-HT ein wichtiger Baustein ist. 5-HT (5-Hydroxytryptamin) ist ein Neurotransmitter, der allgemein besser unter dem Namen Serotonin bekannt ist und im Volksmund auch „das Glückshormon“ genannt wird.

5-HT wirkt durch Übertragung seiner physiologischen und pathologischen Effekte an bestimmten Rezeptoren an den Zellmembranen, den 5-HT-Rezeptoren. Diese befinden sich in großer Zahl im ZNS (Zentralnervensystem), im Gastrointestinaltrakt (Verdauungstrakt), im Blut und im Herz-Kreislauf-System. Vor allem im Zentralen Nervensystem ist Serotonin für zahlreiche Vorgänge mit verantwortlich wie etwa bei Erinnerungs- und Lernvermögen, Appetitkontrolle, Beklemmung, Verhaltensweisen, Sexualität, Vorstellungskraft, Schlafverhalten, Depression, Schizophrenie, körperliche Temperaturregelung, Muskelbewegungen, Drüsenfunktionen, Schmerz und Migräneanfälligkeit. Da es dir großen Arterien verengt, ist es für den Blutdruck und seine Regulation ein wichtiger Faktor. Im Magen-Darm-Trakt kontrolliert es die Motilität.

In der medizinischen Forschung steht vor allem die Einwirkung auf das ZNS im Vordergrund der meisten Untersuchungen. So fand man bald heraus, dass es zwei Möglichkeiten gibt, einen zu niedrigen Serotonin-Spiegel positiv zu beeinflussen. Durch Zuführung der Aminosäute Tryptophan oder über die Erhöhung der Serotoninverfügbarkeit in den Synapsen der Hirnzellen. Um die Verfügbarkeit zu erhöhrn wurden so genannte SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) entwickelt. Die anfänglichen Therapien auf der Basis von Tryptophan-Zugaben fanden 1988 ein jähes Ende, als wegen einer verunreinigten Lieferung eines Herstellers von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA die Herstellung und der Verkauf von Tryptophan verboten wurde. So wandte sich die Wissenschaft dem 5-HTP zu, das von den FDA-Verboten nicht betroffen ist. In der Praxis hat sich nun gezeigt, dass auf diese Art einem Serotoninmangel im Gehirn wesentlich besser entgegengewirkt werden kann, wie zahlreiche seriöse Studien inzwischen ausweisen.

 

Depressionen und 5-HTP

In einer Doppelblindstudie wurde im Jahr 1991 an der Universitätsklinik im schweizerischen Basel der Vergleich zwischen 5-HTP-Zugaben und der herkömmlichen Behandlungsmethode mit SSRI getestet. Das Team um Studienleiter Dr. W. Pöldinger bestand aus deutschen und Schweizer Wissenschaftlern. Bei den Probanden handelte es sich um Patienten mit diagnostizierter Depression. Sie wurden in zwei Gruppen geteilt. Die eine erhielt täglich 150 mg eines SSRI-Mittels, die andere dreimal täglich 100 mg 5-HTP. Kontrolliert wurden die Patienten alle zwei Wochen. Am Ende der Studie stand fest, dass die mit 5-HTP behandelten Probanden einen höheren Verbesserungswert erreicht hatten. Nebenwirkungen waren in beiden Gruppen selten und wurden nur in den ersten Tagen der Behandlung registriert. Weitere nachfolgende Untersuchungen mit kleineren Patientengruppen haben gezeigt, dass eine Tagesmenge von 200 bis 500 mg, individuell auf den Patienten abgestimmt, gute Ergebnisse bringen kann.

 

Panikattacken und 5-HTP

Bereits im Jahr 1990 wurde in einer Studie mit zwanzig Patienten festgestellt, dass eine tägliche Zugabe von 5-HTP zwischen 300 und 500 mg zu einer deutlichen Absenkung der panisch auftretenden Ängste geführt hat. Dieses Ergebnis deckt sich auch mit der Aussage zahlreicher amerikanischer Frauenärzte auf Grund einer Befragung im Jahr 1994. Mehr zu Panickattacken.

Migräne und 5-HTP

In zwei publizierten Studien testeten italienische und spanische Wissenschaftler die Wirksamkeit von 5-HTP bei Migräneproblemen. In der italienischen Studie wurden 40 Probanden in zwei Gruppen mit einer Tagesmenge von 400 mg 5-HTP oder einem Placebo versehen. Nach Abschluss der Studie verzeichneten in der 5-HTP-Gruppe 90 Prozent der Teilnehmer eine Verbesserung ihres Schmerzzustandes, in der Placebo-Gruppe 16 Prozent.

In Spanien testeten die Wissenschaftler ob das altbekannte Migränemittel Methylsergid und 5-HTP ähnliche Ergebnisse bringen. Bei den 124 Probanden der beiden Untersuchungsgruppen zeigte sich bei mehr als 70 Prozent aller Beteiligten eine deutliche Verbesserung ihres Zustandes. In der 5-HTP-Gruppe waren es 75 Prozent, in der anderen 71 Prozent. Mehr zu 5-HTP bei Migräne.

Gibt es Neben- und Wechselwirkungen?

Im Rahmen aller bekannten Studien wurden ebenfalls die aufgetretenen Neben- und Wechselwirkungen eingehend beobachtet. Hierbei fiel auf, dass sich in den ersten Tagen einer regelmäßigen Einnahme von 5-HTP bei mehreren Patienten vermehrter Harn- und Stuhldrang auftrat. Dies lies aber meist nach wenigen tagen wieder nach. Zu Übelkeit kam es bei solchen Patienten, die 5-HTP auf nüchternen Magen einnahmen und nicht genügend Flüssigkeit danach tranken. Zu hohe Serotoninspiegel wurden in einigen Fällen gemessen, wo keine enzymatische Vorbereitungsphase stattfand. Hierbei handelte es sich aber um Probanden, die zusätzlich noch pflanzliche Mittel in hohen Dosierungen einnahmen. Vor allem Produkte mit Gingko-, Johanniskraut-, Avocado- oder Papaya-Extrakten können so einen Effekt hervorrufen.

Aussagen über Probleme bei Schwangeren, stillenden Müttern oder kleinen Kindern konnten nicht getroffen werden, da diese Gruppen grundsätzlich auf zusätzliche Einnahmen von Hormonen oder Hormonveränderern in jeder Form verzichten sollen.

 

Die modernen Gesundheitsprobleme und wie man ihnen begegnet

Während vor zweihundert und mehr Jahren die Gesundheitsprobleme vor allem aufgrund mangelnde Hygiene, schlechter Wundversorgung, mangelnder Infektionsbekämpfung und starker Unterversorgung die auftretenden Krankheitsbilder prägten, sieht es in unserer heutigen modernen Industriewelt ganz anders aus. Mangelnde Hygiene ist in den Hintergrund getreten, Infektionen werden sachgemäß behandelt und großflächige Unterversorgung ist eher zum Randproblem geworden. Stattdessen nehmen die modernen Gesundheitsprobleme rasant zu. Ganz vorne auf dieser Liste stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die häufig Folgen von Stress, Diabetes mellitus und Arteriosklerose sind. Auch Allergien aller Art, Depressionen und Angstzustände so wie Potenzprobleme nehmen permanent zu. Es ist also hauptsächlich unser hektisches und mit immer neuen Problemen behaftetes Leben, das immer häufiger zum Gesundheitsrisiko wird. Das einfachste Gegenmittel wäre, sich der Hektik und den Stress auslösenden Situationen zu entziehen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Für Millionen Arbeitnehmer in unserem Land beginnt der Arbeitstag bereits mit dem allmorgentlichen Fahrstress auf dem Weg zur Arbeit. Volle Busse und Bahnen, verstopfte Straßen in den Städten, Baustellen auf den überlasteten Zubringern, dazu noch ein Streik bei den Verkehrsbetrieben bringen bereits zu Beginn des Tages die Hormone in Wallung. Vorgegebene Termine, Leistungsdruck und Angst um den Arbeitsplatz sind auch nicht gerade beruhigende Situationen. Selbst unsere Kinder leiden bereits unter ständig steigendem stress in der Schule und wer denkt, im Rentenalter sei alles weniger stressig, sieht sich enttäuscht. Zu knappe Renten, Sorgen um die finanzielle Absicherung, Ärger mit Ämtern und Behörden bleiben uns bis zum Lebensende erhalten.

Diese Dauerbelastung durch Stress über Jahre hinweg kann nicht spurlos vorübergehen. Die Schäden drücken sich äußerlich meist durch eine starke Gereiztheit, Hektik, nervöse Handlungen und allgemeines körperliches Unbehagen aus. Hinzu kommen dann in beliebiger Reihenfolge Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, ansteigender Blutdruck und Kreislaufprobleme. In schweren Fällen kommen auch noch Schlafbeschwerden und Herzerkrankungen hinzu, die bis zum Infarkt gehen können.

 

Stress und die Managerkrankheit

Die Managerkrankheit ist seit mehr als drei Jahrzehnten in aller Munde. Grund für die Namensgebung war die statistische Erkenntnis, dass vor allem Männer in führenden Positionen zwischen dem vierzigsten und sechzigsten Lebensjahr einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko unterliegen, das vor allem aufgrund starker Stressbelastung entsteht. Neue Untersuchungen aus den vergangenen Jahren zeigen aber, dass man beim Herzinfarktrisiko inzwischen von einer allgemein auftretenden Stresserkrankung ausgehen kann, die sich nicht nur auf eine bestimmte Berufsgruppe bezieht. Inzwischen sind weitaus mehr Arbeiter als Manager von dieser Gefahr betroffen. Eine Studie an der Universität Düsseldorf unter der Leitung von Professor Johannes Siegrist weist aus, dass in einem Zeitraum von zehn Jahren sechs Prozent der Arbeiterklasse  zwischen 40 und 60 Jahren an Herzinfarkt erkrankten oder starben, aber nur drei Prozent der Führungskräfte. In mehreren anderen Studien wurde nachgewiesen, dass sich aus das Herzinfarktrisiko von Arbeitslosen deutlich erhöht hat. Die hauptsächlichen Gründe für die Entwicklung werden im rapiden Anstieg der allgemeinen Stressbelastung gesehen. Nicht einzeln auftretende hektische Situationen sind problematisch, sondern langfristig steigende Belastungen im psychosozialen Umfeld. Vor allem der Arbeitsbereich bereitet vielen Menschen immer größere Probleme. Auch die täglichen Nachrichten über Terrorgefahren, Kriegsentwicklungen, Naturkatastrophen und den Klimawandel erzeugen wachsende Ängste, die den emotionalen Druck weiter erhöhen.

Die einfachste Therapie wäre natürlich das Abstellen der Stress erzeugenden Situationen. Wie bereits angesprochen ist dies aber kaum möglich. Die Volksmedizin bietet als Hilfsmittel Baldrian, Lavendel, Kamille und Melisse in unterschiedlichen Anwendungen an. Auch ätherische Öle werden genannt, zum Beispiel Sandelholz- oder Vetiveröl. In neuer Zeit wurden aber auch gezielte Nahrungsergänzungen entwickelt, die vor allem beruhigend auf den Hormonhaushalt einwirken sollen. Sie können zwar nicht den Stress beseitigen, helfen aber, gelassener zu agieren und besser mit stressigen Situationen umzugehen. Dabei entlasten sie den Kreislauf und beugen somit schweren Folgeerkrankungen vor.

Ein Beispiel für so eine sinnvolle Nahrungsergänzung:

Inhaltsstoff-Kombination:

  • 4-Hydroxy-Isoleucin, ist für Insulin- und Testosteron-Haushalt ein wichtiger Faktor.
  • 5-HTP (5-Hydroxy-Tryptophan), Baustein für die Serotoninbildung. Im Zentralen Nervensystem ist Serotonin für zahlreiche Vorgänge mit verantwortlich wie etwa bei Erinnerungs- und Lernvermögen, Appetitkontrolle, Beklemmung, Verhaltensweisen, Sexualität, Vorstellungskraft, Schlafverhalten, Depression, Schizophrenie, körperliche Temperaturregelung, Muskelbewegungen, Drüsenfunktionen, Schmerz, Migräneanfälligkeit, hoher Blutdruck und kardiovaskuläre Funktionen.
  • Biopherine, Bestandteile des schwarzen Pfeffers. Neue pharmakologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Pfeffer auch die Gerinnungsfähigkeit des Blutes erhöht, die Thrombin-Aktivierung beschleunigt und die Gerinnungszeit verkürzt. Hilft bei Blutdruckregulation.
  • Folsäure, spielt eine Rolle beim Eiweißstoffwechsel und ist wichtig für die Erbsubstanz.
  • Jod, wichtiger Mineralstoff für den gesamten Organismus
  • OPC-Traubenkern-Flavonoid-Extrakt, ist wichtiger Nährstoff für Knochen, Knorpel und Sehnen.
  • Paradiesnusspulver, ihr Selen besteht ausschließlich aus Selencysthationin, der einzigen Form, die der Körper unmittelbar verarbeiten kann, ohne es umwandeln zu müssen.
  • Phosphatidylserin, spielt eine zentrale Rolle für die interzelluläre Kommunikation und für die Übertragung biochemischer Signale in das Zellinnere
  • Pyridoxinhydrochlorid, , ist am Eiweißstoffwechsel und Bildung der Gallensäure, des Blutfarbstoffs Hämoglobin sowie einiger Hormone beteiligt.
  • Rhodiola Rosea, wird heute als einer der stärksten natürlichen Stress-Killer bezeichnet.
  • Selen, in Zusammenarbeit mit Vitamin E wirken beide Stoffe als Antioxidantien und spielen somit eine wichtige Rolle beim Schutz der Zellmembranen
  • Thiamin, fördert die Übertragung der Nervenbefehle an die Muskeln.
  • Trigonellin, hat in der chinesischen und in der ayurvedischen Medizin als Stärkungsmittel eine lange Tradition.
  • Zink-D-Gluconat-Hydrat, sorgt dafür, dass spezielle Zellen im Immunsystem Ziel gerichtet auf Viren und Bakterien agieren können.

Die Wirkungsweisen der einzelnen Inhaltsstoffe finden sich auf 5-htp.nl

Nahrungsergänzungen werden immer wichtiger

„Benötigen wir wirklich Nahrungsergänzungen?“

Diese Frage spaltet die Fachwelt bereits seit mehreren Jahrzehnten in zwei Lager, die sich in allen nur erdenklichen Medienformen lautstark bekämpfen. In den letzten Jahren haben die Diskussionen um ein Für oder Wider die Form eines echten Glaubenskrieges angenommen, der vor allem im deutschsprachigen Raum nahezu täglich von neuen Informationen genährt wird. Einen nicht unbeträchtlichen Anteil an diesen Diskussionen haben die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) und die auf gleiche Art tätigen Nahrungsgesellschaften in Österreich und der Schweiz. Sie werden als D-A-CH bezeichnet und geben gemeinsam so genannte „Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“ heraus. Diese Empfehlungswerte werden für fast alle Menschen als ausreichend bezeichnet, um Mangelerkrankungen zu vermeiden. Die Orthomolekularmedizin und die meisten Anti-Aging-Ärzte fordern aber weitaus größere Supplementwerte. Am Beispiel der Vitamine in unseren Nahrungsmitteln lassen sich die großen Unterschiede recht anschaulich darstellen.

Die Empfehlung der DGE für Vitamin C beträgt 75 mg, in Ausnahmefällen bis zu 200 mg pro Tag. Der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling, der 1994 im hohen Alter von 93 Jahren auf seiner Ranch in Kalifornien starb, empfahl 1000 bis 1800 mg Vitamin C als Tagesbedarf. Noch deutlichere Unterschiede erleben wir bei den Empfehlungen zu Vitamin E: Die DGE empfiehlt 12 mg pro Tag, Linus Pauling 800 bis 1000 mg und andere Anti-Aging-Spezialisten sogar bis zu 3000 mg. Während die von der DGE und den anderen Ernährungsorganisationen empfohlenen Höchstmengen ohne größere Probleme durch die tägliche Nahrungsaufnahme zu erreichen sind, kann man die oft um Potenzen höheren Mengen der anderen Empfehlungen nicht ohne Supplemente zu sich nehmen.

Doch wer liegt nun richtig mit seinen Empfehlungen? Die Antwort auf diese Frage mag auf den ersten Blick überraschen: Beide Parteien liegen mit den von ihnen empfohlenen Höchstmengen richtig. Sie gehen nur von völlig unterschiedlichen Grundüberlegungen aus. Vor allem bei den Vitaminen, aber auch bei anderen Inhaltsstoffen unserer Nahrungsmittel vertreten die verschiedenen Parteien völlig unterschiedliche Auffassungen in Bezug auf die Rollen dieser Stoffe im menschlichen Organismus. Bleiben wir beim Beispiel der Vitamine. Die DGE und ähnliche Einrichtungen gehen ausschließlich von dem Gedanken aus, Mangelerscheinungen zu verhindern. Die Orthomolekularmedizin betrachtet Vitamine aber hauptsächlich als Antioxidantien, die möglichst hoch dosiert werden müssen, um ihre Schutzfunktionen erfüllen zu können. Aus diesen unterschiedlichen Verständnissen um den Sinn der Vitamine resultieren die verschiedenen und oft verwirrenden Empfehlungen. Dies trifft auch auf zahlreiche andere Inhaltsstoffe wie Mineralien und Spurenelemente zu.

Ein weiterer Aspekt sind die seit Jahrzehnten veröffentlichten Nahrungsmittel-Empfehlungen, mit denen eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und allen anderen wichtigen Nährstoffen gewährleistet werden soll. Sie basieren stets auf den gleichen Werten für Lebensmittel, die bereits vor geraumer Zeit im Labor ermittelt wurden. Was heute aber an Obst und Gemüse aus den Plantagen und Gewächshäusern der Hersteller geliefert bekommen, ist oft das Ergebnis bestimmter Züchtungen. Bei der Zucht wird aber meist wesentlich mehr Wert auf eine gute Optik und Robustheit gegenüber Schädlingen gelegt als auf die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Leider neigen aber die in unserem Land für solche Angaben Verantwortlichen, einmal festgelegte Zahlenwerte auch über Jahrzehnte hinweg nicht zu ändern. Was dabei herauskommen kann, hat uns vor ein paar Jahren das Beispiel des Spinats gezeigt. Nahezu hundert Jahre lang wurden Generationen von Kindern mit diesem grünen Blattgemüse gequält. „Iss den Spinat, der enthält viel Eisen und das brauchst Du fürs Wachstum!“ Diese Begründung schien richtig zu sein, wiesen das doch alle offiziellen Tabellen über Inhaltsstoffe aus. erst bei einer eher zufälligen Nachuntersuchung vor wenigen Jahren kam es dann heraus. Bei der ersten Untersuchung hatte sich wohl jemand verschrieben und ein Komma falsch gesetzt. In Wirklichkeit enthält Spinat nur zehn Prozent der zuvor angenommenen Mengen und ist als Eisenlieferant für den Körper eher uninteressant.

Würden wir heute einmal das Obst und Gemüse aus den Verkaufstheken der Supermärkte neu auf Inhaltsstoffe hin untersuchen und dazu noch eine Schadstoffliste beifügen, die nicht nur Pestizide sondern auch Rückstände aus sauren Böden, Nachbearbeitungs-Chemikalien und Umweltgifte enthält, sähe es in vielen Fällen ganz anders aus, als heute dargestellt. Auch die größten Gegner von Nahrungsergänzungen müssen endlich begreifen, dass heute ganz ohne sinnvolle Zugaben eine komplette Versorgung des Körpers mit allen wichtigen Nährstoffen kaum noch möglich ist. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um das wahllose Einnehmen irgendwelcher so genannter Multiprodukte, sondern um die gezielte Zuführung bei Mangelzuständen oder Unterversorgung.

Ein weiterer Aspekt, der für die Zugabe von Nahrungsergänzungen spricht, betrifft die so bezeichneten „Risikogruppen“.

Auch bei bester Versorgungslage gibt es immer wieder Risikogruppen, die zusätzlich mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen versorgt werden sollen, also Nahrungsergänzungen zu sich nehmen müssten. Etwa bei bestimmten Erkrankungszuständen, bei Mangeldiäten, auch Fastenkuren und in anderen Fällen ist eine zusätzliche Versorgung fast unerlässlich.

Als wissenschaftliches Beispiel sei hier eine seriöse Studie  mit mehr als 1500 Osteoporose-Patientinnen angeführt, die bereits medikamentös behandelt wurden. Sie brachte im Frühjahr 2005 zu Tage, dass über die Hälfte dieser erkrankten Frauen an einer Unterversorgung mit Vitamin D litten. Dieses Vitamin kommt nur in relativ wenigen Nahrungsmitteln vor, etwa in Butter, Eigelb, Fisch und Pilzen. Diese Untersuchungsergebnisse wurden auf dem Jahrestag der „American Society for Bone and Mineral Research“ vorgestellt. Unterstützt wurde sie von zwei weiteren Studien. In der einen wurden im Krankenhaus von Minnesota 78 Frauen mit Knochenbrüchen untersucht. Bis auf eine Patientin litten alle unter Vitamin D-Mangel. Eine weitere Studie mit 252 Frauen im südlichen Kalifornien zeigte, dass auch die immer wieder empfohlene Sonnenexposition kein ausreichender Schutz darstellt. In diesem Fall waren 53 Prozent der betroffenen Frauen unterversorgt, völlig unabhängig von Alter und ethnischer Zugehörigkeit. Es gibt noch zahlreiche andere Gesundheitsprobleme durch Nährstoffmangel, die nicht immer gleich als solche erkannt werden. Bei präventiven Zugaben von gezielten Nahrungsergänzungen würden diese Probleme gar nicht oder zumindest in abgeschwächter Form  auftreten. Auch die Vegetarier sollten sich nicht zu sicher fühlen. Das essentielle Vitamin B12 ist nämlich hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln in ausreichender Menge enthalten. Wer sich also rein vegetarisch ernährt, sollte dieses Vitamin als Ergänzung zuführen, um auf Dauer eine Unterversorgung zu vermeiden.

Zuletzt sollte auch noch der finanzielle Aspekt etwas genauer betrachtet werden. Immer wieder argumentieren die Nahrungsergänzungs-Gegner mit den hohen Kosten für angeblich wirkungslose weil zu niedrig dosierte Nahrungsergänzungen. Die Dosierungen sind relativ niedrig, weil dies vom Gesetzgeber so vorgegeben ist. Nahrungsergänzungen sollen weder Heilmittel sein noch die Nahrungsmittel ersetzen. Es ist aber wie mit einem Glas Bier oder Wein. Trinken wir es, so nehmen wir auch nur eine geringe Menge Alkohol zu uns. Bei einer Flasche oder mehr sieht es aber ganz anders aus. Der Alkoholspiegel steigt drastisch an. Bei Nahrungsergänzungen ist es ähnlich. Wer seinen Bedarf mit einer Kapsel oder Tablette nicht ausreichend gewährleisten kann, darf auch eine zweite nehmen. So kann man einfach und bequem die richtige Menge an Vitaminen oder Mineralstoffen auch in Kombinationen zuführen.

Sofort heißt es dann aber: „Das kostet ja ein Vermögen!“

Dann betrachten wir uns doch die von der DGE empfohlene gesunde Ernährung mal ein wenig genauer im Hinblick auf die dabei anfallenden Kosten. Seit mehr als zwei Jahrzehnten wird permanent die gleiche Empfehlung verbreitet:

„Versuchen Sie fünf Portionen (eine Portion ist etwa eine Hand voll) Gemüse und Obst am Tag zu essen…“

Das liest sich auf den ersten Blick recht „gesund“, wenn man nicht gerade an bestimmten Allergien leidet. Auch Diabetiker müssen bei der Auswahl der richtigen Obstsorten vorsichtig sein. Bedenkt man dann auch noch die Arbeits- und Lebenssituation vieler Menschen, so ist es für Millionen unmöglich, jeden Tag fünf Hände voll Obst oder Gemüse zu essen. Doch das wird geflissentlich bei solchen Tipps nicht angesprochen. Wenn man dann noch mit dem Geld auskommen muss, dass man als Hartz IV-Betroffener oder Normalverdiener zur Verfügung hat muss man unwillkürlich mit dem Rechnen beginnen. Man hat etwa 300 bis 400 Euro im Monat für sich zur freien Verfügung. Davon soll man nun 150 Portionen frisches Obst oder Gemüse kaufen? Dazu noch andere Nahrungsmittel und all die anderen Dinge, die zum täglichen Leben gehören. Das ist bei den ständig steigenden Lebensmittelpreisen kaum realisierbar.

Auch der zweite Tipp zur Ernährung, schon seit Urzeiten verbreitet, belastet den Geldbeutel weiter:

„Essen Sie täglich einen 250 g-Becher Joghurt oder ein anderes Milchprodukt oder trinken Sie einen Viertelliter Milch, zum Beispiel auch im Milchkaffee, und essen Sie zwei Scheiben Käse.“

Nun kommen noch etwa 7,5 kg Joghurt oder Quark und 2 kg Käse pro Monat hinzu. Weitere Tipps zur Versorgung über die Ernährung bringen dann noch 6 bis 8 Portionen Seefisch, 2 bis 3 Liter Rapsöl und Vollkornprodukte in die Gesamtrechnung ein. Dies alles wird empfohlen, ohne Rücksicht auf die zahlreichen Menschen mit Milch- und anderen Lebensmittelallergien, ohne zu berücksichtigen wie viel Fett sonst noch in der monatlichen Ernährung enthalten ist und ohne ein Wort über Körpergewicht oder Cholesterinspiegel zu verwenden. Welchen realen Wert solche pauschalen und teuren Empfehlungen haben, kann jeder Leser leicht für sich selbst entscheiden.

Fasst man all diese Informationen zur Thematik der Nahrungsergänzungen einmal zusammen und wägt das Für und Wider sorgfältig ab, so kommt man zu dem Schluss, dass eine ausgewogene und auf jeden Menschen und seine persönliche Situation individuell abgestimmte Zufuhr wichtiger Vitalstoffe eine sinnvolle Maßnahme zur Gesunderhaltung ist.

Eine Nahrungsergänzung ist ja auch eine Form von Nahrung, sonst wäre sie nicht frei verkäuflich.  Laut Hippokrates ist die Nahrung ja auch eine Medizin, die jeder für sich nutzen kann. Doch wie ein gutes Arzneimittel muss auch eine Nahrungsergänzung bestimmte Kriterien erfüllen, um gewünschte Wirkungen erzielen zu können. Die wichtigsten Kriterien sind die Fragen nach Sinn und Einsatzzweck  des jeweiligen Produktes. Die Beantwortung dieser Fragen ergibt sich normalerweise aus den Inhaltsstoffen und ihren Zusammensetzungen. Diese Informationen werden von den Anbietern meist in der eigenen Werbung deutlich hervorgehoben und sind somit auch für den ungeübten Anwender leicht zu erkennen. Da aber die Erklärungen, welche medizinischen Wirkungen die jeweiligen Inhaltsstoffe hervorrufen können, von den Anbietern nicht erklärt werden dürfen, muss sich als Kunde selbst informieren. Hierzu gibt es inzwischen zahlreiche Ratgeber in gedruckter Form, aber auch das nahezu allwissende Internet. Doch bei den Informationen aus dem Internet ist Vorsicht angesagt. Welche seriösen Quellen Sie nutzen können, finden Sie im Anhang dieses Ratgebers.

Die Zwei-Wege-Therapie

Eine sinnvolle und wirksame Therapie zur Entgiftung und Stabilisierung der Matrix sollte immer in zwei aufeinander folgenden Schritten durchgeführt werden. Zuerst muss alles ausgeleitet werden, was schädlich ist. Hierzu werden inzwischen verschiedene Verfahren und Präparate angeboten. Eine äußerst wirksame Variante stellt das patentierte Matrix-Balance-Programm dar. Hierbei handelt es sich um eine Zwei-Wege-Therapie, die von einem geschulten Therapeuten durchgeführt und kontrolliert werden sollte.

Im ersten Schritt wird das Bindegewebe komplett entschlackt. Hierzu wurde ein spezielles Mikropulver entwickelt, das aus zwei Hauptkomponenten besteht, besonders ausgewähltes Naturgestein und Bicarbonate. Das Naturgestein ist besonders wichtig, weil es alle wichtigen Mineralstoffe enthält. Die Zutaten werden in einem Spezialverfahren mikroskopisch fein gemahlen, um so eine höchstmögliche Löslichkeit im Wasser zu ermöglichen. Die feinsten Schwebeteilchen verteilen sich so äußerst intensiv im Wasser und gewährleisten so eine größtmögliche Abdeckung der Hautoberfläche bei der Anwendung. Als weiterer Bearbeitungsschritt wird das im Gestein enthaltene Silizium durch ein neues, ebenfalls patentiertes Biophotonenverfahren aktiviert. So kann es bei der Anwendung auf der Haut den Zellstoffwechsel dort besser anregen und die Energiegewinnung verstärken. Die einzelnen Zellen entgiften auf diese Art intensiver und der Entschlackungsvorgang über die Haut wird unterstützt. Die Kombination der im Mikropulver enthaltenen Mineralien erzeugt in Verbindung mit der Energie eine Osmosewirkung über den Hautstoffwechsel. Durch diesen Effekt sollen die Schlacken aus dem Bindegewebe herausgesaugt werden. Die Säuren werden nach dem gleichen Prinzip der Osmosewirkung durch das Bicarbonat dem Bindegewebe ebenfalls über die Haut entzogen. Nach der Behandlung kann die Matrix dann wieder in voller Funktion tätig werden.

Zur praktischen Anwendung beim Patienten werden verschiedene technische Möglichkeiten angeboten, die vom Ganzkörperwickel bis zu Voll- oder Teilbädern reichen. So können Patient und Therapeut zusammen die für jeden einzelnen Fall optimale Anwendungsmöglichkeit auswählen.

Nachdem das Bindegewebe völlig entschlackt und gereinigt ist, erfolgt der zweite Therapieschritt, die Stabilisierung der Matrix. Dies wird mit Hilfe spezieller Basenkapseln bewirkt, die mit dem gleichen Energieprinzip arbeiten wie das Entgiftungs-Mikropulver. Die Mineralstoffe im Pulver haben hierbei auch die Aufgabe, die Mineraliendepots in Zähnen und Knochen wieder aufzufüllen. Die im Silizium gespeicherte Biophotonen-Energie wird nach Einnahme im Körper freigesetzt. Das fördert die Kollagenproduktion so wie den Aufbau des Bindegewebes. Gleichzeitig wird die Säure im Körper abgedämpft, ohne das Gleichgewicht der die Bicarbonatproduktion im Magen zu stören.

Zur Unterstützung der Matrix-Therapie, aber auch als generelle Gesundheit fördernde Maßnahme sollte auf eine bessere Ernährung geachtet werden. Die Faustregel ist einfach zu merken, hin zu mehr Obst und Gemüse, weniger Fleisch und Teiggerichte. Da die meisten Lebensmittel im Körper mehr oder weniger sauer abgebaut werden, sollten regelmäßig basische Lebensmittel verzehrt werden. Hierbei sollte man aber nicht allen Unsinn glauben, der da immer wieder veröffentlicht wird. Die ach so schlimmen Eiweiße werden deutlich weniger sauer verstoffwechselt als die so hoch gelobten Getreide. Vor allem Fast-Food-Esser und starker Genussmittelgebraucher sollten zum Ausgleich täglich mehrmals Obst und Gemüse zu sich nehmen. Ihnen wir auch angeraten alle drei Monate eine Therapie zur Matrix-Stärkung durchzuführen. Bei sich normal ernährenden Menschen ist jeweils eine Frühjahrs- und eine Herbst-Therapie als sinnvoll anzuraten.

Mehr zu diesem besonderem Zeolith auf www.anti-aging-bad.de

Die Matrix – erst entgiften, dann stabilisieren

Ebenso wichtig für das körpereigene Schutzsystem wie der Darm ist auch das gesamte Bindegewebe. Von Professor Pischinger und anderen wird das weiche Bindegewebe, in das die Zellen und Zellverbände eingebettet sind, auch als Matrix bezeichnet. Viele ganzheitlich orientierte Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass diese Matrix das Grundsystem unseres Organismus auf zellulärer Basis und für die Abwehrfunktionen unverzichtbar ist. So abwegig, wie das die Schulmedizin auch sehen mag, ist diese These gar nicht. Immerhin macht diese Matrix bis zu achtzig Prozent der gesamten Zellmasse eines Menschen aus und ist für das Funktionieren und das Wohlergehen der meisten Zellen verantwortlich. Leider ignorieren die medizinischen Lehrbücher diesen großen und wichtigen Bereich unseres Gesamtorganismus völlig. Allein das zeigt schon, wie weit die heutige Schulmedizin noch vom ganzheitlichen Erfassen von Gesundheit und Krankheit entfernt ist.

Das Bindegewebe hat nicht nur die Aufgabe, die leeren Räume zwischen Knochen, Muskeln und Organen auszufüllen. Es ist nicht nur das nutzlose Füll- und Hüllengewebe, als das es lange Zeit medizinisch gesehen wurde, sondern übt wesentlich wichtigere Funktionen im menschlichen Körper aus. Nach neuen medizinischen Erkenntnissen kann man das Bindegewebe als eigenständiges Organ betrachten. Im Körper ist es noch für folgende Aufgaben verantwortlich:

  • Das Bindegewebe umhüllt in Form von Organkapseln neben dem Fettgewebe die Organe zu deren Schutz.
  • Es sorgt für den nötigen Halt beim Zusammenspiel von Muskeln, Knochen und Knorpelgewebe.
  • Es schützt umhüllend die Nerven in Form so genannter Nervenhüllen. Sind diese geschädigt, können Nervenschmerzen auftreten, die nur selten richtig erkannt werden.
  • Das Bindegewebe steuert den körpereigenen Wasserhaushalt.
  • Es dient als Kontroll- und Sperrbereich für warnende Substanzen wie Nähr- aber auch Abfallstoffe.
  • Als Zuführer von Nähr-, Wirk- und Heilstoffen ist es direkt an der Wundheilung beteiligt.
  • Gleichzeitig ist es aber auch das größte Lager für Abfallstoffe wie Schlacken und überschüssige Säuren.

Vor allem die Funktion als Mülldeponie für alle schädlichen Substanzen und Reststoffe macht das Bindegewebe zur Gesunderhaltung überaus wichtig und besonders anfällig. Wenden wir uns noch einmal den angesprochenen Giftstoffen zu. Normalerweise werden sie über die dafür vorgesehenen Ausscheidungsorgane aus dem Körper entsorgt. Dies sind, neben dem größten Organ, der Haut, und dem Darm noch die Nieren, Leber und Lunge. Sind sie aber überlastet, muss der Organismus nach Ausweichmöglichkeiten suchen. Er legt also erst einmal so genannte Zwischenlager an, wie es die Entsorgungsindustrie auch macht. Diese Deponien sind anfänglich nur für eine vorübergehende Lagerung gedacht. Werden dem Körper aber weiter Schadstoffe zugeführt, wie etwa durch eine steigende Medikamenteneinnahme bei chronisch kranken Patienten, wird aus dem Zwischenlager letztendlich eine Enddeponie. Sie verbleiben im Bindegewebe, der Matrix.

Nun kommt noch eine weite „Müllart“ hinzu, die unseren Organismus belastet, die überschüssigen Säuren. Sie resultieren vor allem aus dem bei immer mehr Menschen nicht mehr ausgewogen funktionierenden Säure-Basen-Haushalt. Im Normalfall sorgt ein körpereigenes System für ein Gesundheit förderndes und ausgewogenes Säure-Basen-Gleichgewicht. Während der Körper Säuren selbst produziert, etwa bei Stoffwechselvorgängen, müssen Basenbildner von außen zugeführt werden. Meist handelt es sich um Mineralien aus der täglichen Nahrung. Diese Basen neutralisieren die Säuren, damit sie über die bereits angesprochenen Ausscheidungsorgane entsorgt werden können. Dieses System hat so lange funktioniert, wie wir Menschen uns noch mit naturreinen und nicht denaturierten Lebensmitteln ernährt haben. Mit der industriellen Verarbeitung unserer Nahrung und den damit verbundenen Zusätzen wie Konservierungsmittel, Farb- und Geschmacksstoffe wurde die Aufnahme von Schadstoffen langsam aber sicher erhöht und die regelmäßige Zufuhr von Nährstoffen verringert. Gleichzeitig sorgen steigende Umweltvergiftung, Toxine in der Luft und die meisten Medikamente für eine weitere zufuhr von schädlichen Substanzen. Somit leben die modernen Menschen zunehmend unter einer zu hohen Säurebelastung. Suchtgifte wie Alkohol und Nikotin, dazu die immer stärker werdende Stressbelastung und steigender Bewegungsmangel lassen das Säure-Basen-Verhältnis unaufhaltsam in einen zu sauren Bereich umkippen. Eine Übersäuerung des Körpers mit steigender Verschlackung ist die logische Folge. Dies alles belastet das Bindegewebe zusätzlich.

Entstehen im Körper zu viele Schlacken und Säuren, entsteht ein Stau. Das Bindegewebe nimmt zuerst alle Abfallstoffe auf, die von den Nieren nicht mehr ausreichend entsorgt werden können. So wird verhindert, dass die langsam arbeitenden Nieren nicht unnötig überlastet und geschädigt werden. Das Bindegewebe eignet sich am besten dazu, weil seine Zellen sehr robust sind und es zum Großteil aus Kollagenfasern besteht. Das sind elastische Eiweißfasern, welche die Zwischenzellsubstanz durchziehen. Dieses Geflecht wirkt ähnlich wie ein feiner Filter, in dem die Abfallstoffe hängen bleiben. Doch auch die Zellen und Fasern des Bindegewebes sind nicht unzerstörbar. Permanent überhöhte Ablagerungen können auch dort irreparable Schädigungen hervorrufen. Um dies zu verhindern, hat der Organismus eine weitere Sicherung in sein Entsorgungssystem eingebaut. Der Not gehorchend opfert er bei einem Zuviel dringend benötigte Mineralien zur Neutralisation. Vor allem Knochen und Zähne sind solche Mineralienlager, da nur bestimmte Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium in der Lage sind, Säuren in neutrale und somit wieder harmlose Salze umzuwandeln. Sie werden dann im allgemeinen Sprachgebrauch als Schlacken bezeichnet. Ein weiteres Problem dabei ist aber, dass bei jeder Neutralisation durch den Vorgang selbst zusätzliche Schlacken entstehen. Die für die Umwandlung benötigten Mineralien fehlen außerdem an anderen Stellen, wo sie ebenfalls dringend benötigt werden, wenn sie nicht gezielt zusätzlich zugeführt werden.

In der Praxis stellen wir rasch fest, dass bei jeder Übersäuerung des Körpers neue Schlacken entstehen, die zusätzliche Probleme hervorrufen  Die wachsenden Schlackenmengen haben dann direkte Störwirkungen auf den Stoffwechsel. Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Cellulite, Übergewicht und Diabetes können entstehen. Ebenso erhöht sich die Allergieanfälligkeit und die körpereigene Immunabwehr wird geschwächt. Betrachtet man dieses komplexe Zusammenspiel von Abfallstoffen, Übersäuerung und Stoffwechselfolgen so wird rasch klar, dass der Stoffwechsel eigentlich im Bindegewebe seinen Anfang nimmt.

Wie kann man einer Übersäuerung wirksam entgegenwirken?

Diese Frage wird von den meisten Allgemeinärzten und Ernährungsspezialisten mit vorgefertigten Ernährungsplänen beantwortet. Ernährungsumstellung auf 80 Prozent basische und nur 20 Prozent saure Nahrungsmittel soll das Allheilmittel sein. Doch das stellt sich in der Praxis der meisten Menschen als kaum realistischer Versuch dar. Alleine über die Ernährung gelingt es nur selten, eine vorhandene Übersäuerung wirkungsvoll zu korrigieren. Eine derartige Ernährungsumstellung ist sinnvoll, um zu verhindern, dass eine Übersäuerung weiter voranschreitet. Ist sie aber bereits massiv vorhanden, müssen zusätzliche Schritte unternommen werden.

Es muss hier noch einmal besonders darauf hingewiesen werden. Eine vernünftige basische Ernährung ist für alle Menschen wichtig, gleiches gilt auch für vermehrte sportliche Aktivitäten. In der Alltagspraxis zeigt sich aber immer wieder, dass den meisten Menschen die nötige Motivation, der Ehrgeiz und die Zeit fehlen, solche gravierenden Umstellungen auf Dauer durchzuhalten. Hinzu kommt auch noch der Faktor Geld. hochwertige und biologisch reine Nahrungsmittel sind heutzutage teurer als die Kost aus dem Supermarkt und auf Dauer nicht für alle Menschen erschwinglich. Ein weiterer Grund, warum die meisten dieser Gesundheitsprogramme scheitern, liegt in ihren meist theoretischen und nicht auf die Bedürfnisse und Belange des jeweiligen Menschen abgestimmten Abläufe und Vorgaben. Ratschläge wie „fünf Portionen frisches Obst und Gemüse täglich“ oder „mindestens zweimal am Tag je 30 Minuten Radfahren“ lassen sich nur realisieren, wenn man Millionär, pensionierter höherer Beamter oder Politiker im Ruhestand ist. Wer aber täglich seiner Arbeit nachgehen und sich noch um die Belange der eigenen Familie kümmert, möglicherweise noch Kinder zur Schule oder Veranstaltungen fahren muss, hat gar nicht die Zeit und nicht immer die Mittel für den tabellarisch vorgegebenen Aufwand. Hinzu kommt noch ein sehr wichtiger Aspekt: Trotz aller basischer Ernährung und sportlicher Betätigung zur Säurereduzierung bleiben die bereits vorhandenen Schlacken immer noch ein gesundheitlich relevantes Problem. Sie aus dem Körper zu entfernen sollte der erste Schritt einer sinnvollen Basen-Therapie sein. In diesen ersten Schritt wird das Bindegewebe entgiftet und somit entlastet. Nun kann es wieder seine eigentlichen Aufgaben erfüllen. Danach helfen sinnvolle Basenzugaben, um weitere Übersäuerungsphasen zu vermeiden.

Der Darm als wichtiges Gesundheits-Organ

Der Darm ist eines der wichtigsten Gesundheits-Organe des menschlichen Körpers. Er ist nicht nur das effektivste Entgiftungs- und Ausscheidungsorgan sondern auch Basis zur Aufrechterhaltung des körpereigenen Immunsystems. Vo0r allem die permanente Belastung mit Toxinen aller Art kann nicht völlig spurlos am Zustand des Darmes vorbeigehen. Während die die beiden anderen wichtigen Entgiftungsorgane, Haut und Leber, immer wieder durch den Patienten und seinen Arzt kontrolliert werden, gerät der Darm meist erst dann in den Focus der medizinischen Betrachtung, wenn sich Probleme häufen und erste Symptome einer Erkrankung auftreten. So weit sollte man es aber gar nicht erst kommen lassen.

Es ist heute kein Geheimnis mehr, welchen Belastungen der Darm heutzutage wirklich ausgesetzt ist. Neben den unverdaulichen Resten der Nahrungsmittel transportiert er immer mehr giftige Substanzen, die sich auch teilweise auf den Darmwänden absetzen. Pestizide, Konservierungsmittel, Farbstoffe und chemische Geschmacksverstärker so wie zahlreiche Umweltgifte und Toxine aus der Nahrung bilden so eine Mülldeponie im Darm, von denen unsere Vorfahren noch verschont waren. Diese zusätzliche Belastung mit den so genannten „Zivilisationsgiften“ ist ein ständig wachsender Zustand, der den Darm permanent überfordert, wenn man nicht regelmäßig entgegenwirkt. Die so bezeichneten Schlacken lagern sich in den Darmzotten ab und bilden immer größer werdende Lager. Dies hat zur Folge, dass die Zotten bei ihrer Entgiftungs- und Entschlackungstätigkeit stark behindert und so in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt werden. Parallel dazu wird die Darmflora gestört und gerät aus dem Gleichgewicht. Bakterien und Pilze können sich nahezu unkontrolliert ausbreiten und weitere Schädigungen hervorrufen.

Bereits in der Antike, als es all die modernen Gifte noch nicht gab, war die Darmreinigung für viele der damals führenden Ärzte und Heiler ein wichtiger Aspekt bei der Therapie zahlreicher Krankheiten. Wie wichtig muss es dann erst heute sein, dieses Gesundheitsorgan immer wieder zu entgiften, entlasten und neu wieder zu stabilisieren? In der Praxis sieht es aber leider ganz anders aus. Die Werbung der Pharmaindustrie rät bei Darmproblemen den einfachen Griff zu den verschiedenen Symptombekämpfern aus ihren Regalen. Wenn es weh tut helfen irgendwelche Schmerzmittel und falls es gar nicht mehr anders geht, wird der Gang zum Arzt empfohlen. Das bringt alles Geld in die Kassen der Anbieter und schädigt die Gesundheit der betroffenen Menschen. Zu den bereits vorhandenen Belastungen kommen dann auch noch die Reste der Medikamente, die den Darm nur noch weiter belasten. Ein teuflischer Kreislauf, der kein Ende nehmen will. Das signalisieren uns jedenfalls die Zahlen der ständig steigenden Patienten mit Magen-Darm-Problemen.

Wesentlich sinnvoller wäre es für die meisten dieser Patienten, zwei- oder dreimal im Jahr eine gezielte Darmaufbau-Kur durchzuführen. Diese kann man einfach in drei Schritte einteilen:


 Entleerung

Neben der natürlichen Darmentleerung durch den regelmäßigen Stuhlgang sollte mindestens zweimal im Jahr eine zusätzliche Restentleerung des Darms erfolgen, da immer Reste verbleiben, die sich ungewollt an den Darmwänden ablagern. Die einfachste Methode ist der altbekannte Einlauf. Da sich vor allem alternativ orientierte Therapeuten seit einigen Jahrzehnten intensiv der Darmreinigung und –sanierung widmen, wurde der Einlauf sowohl in den verwendeten Gerätschaften als auch bei den Einlauflösungen verbessert und verfeinert. heute werden die unterschiedlichsten Verfahren dieser Art angeboten, die unter dem neuen Fachbegriffen Colon-Hydro-Therapie oder Hydro-Colon-Therapie angeboten werden.

  • Entgiftung

Zur Entgiftung der in den Darmzotten abgelagerten Toxine werden unterschiedliche Methoden angewendet. Diese richten sich nach der jeweiligen Verfahrensweise des behandelnden Therapeuten. Basis für eine sinnvolle Entgiftung ist vor allem die Vermeidung der Zufuhr neuer Toxine. In den meisten Fällen bedingt das eine Umstellung der Ernährung auf möglichst biologisch reine und unbehandelte Lebensmittel. Zusätzlich gibt es verschiedene Entgiftungskuren mit Hilfe bestimmter Substanzen. In Asien werden oft bestimmte Pilze aus dem Arsenal der Phytotherapie eingesetzt. Eine andere Form der Entgiftung bietet auch die Bioresonanztherapie. Hierbei werden die verschiedenen Gifte zuerst ausgetestet und dann gezielt mit Hilfe von Schwachstrom-Geräten ausgeleitet.


  • Sanierung

Nachdem alle erkannten Schadstoffe ausgeleitet sind ist es sinnvoll, den Darm zu sanieren und die Darmflora neu aufzubauen. Hierbei kommen individuell auf den jeweiligen Patienten und seine momentane Situation abgestimmte Naturmittel zum Einsatz. Auch diese Zusammenstellung richtet sich nach der jeweiligen Ausrichtung des behandelnden Therapeuten. Die gezielte Zufuhr von nützlichen Darmbakterien ist aber in jedem Fall anzuraten. Hinzu kommt dann noch eine gezielte Stabilisierung des Säure-Basen-Verhältnisses, auf das im folgenden Kapitel noch intensiv eingegangen wird.

 

Unabhängig von den Entgiftungs- und Sanierungsmaßnahmen ist die permanente Stabilisierung des Darms eine wichtige Dauermaßnahme, auf die man in unserer modernen Welt nicht mehr verzichten sollte. Entgegen aller Bekundungen durch Funktionäre und Politiker werden unsere Nahrungsmittel weder reiner noch ungiftiger. Stattdessen häufen sich Lebensmittelskandale aller Art. Die Ernährung von mehr als sechs Milliarden Menschen ist ein Multi-Billionengeschäft und wird immer wieder kriminelle Energien wecken. Frostschutzmittel Glycol im Wein, Ölabfälle im Schweinefutter oder Gammelfleischskandale sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Deshalb sollte jeder Mensch selbst darauf achten, sich der ungewollt aufgenommenen Gifte so effektiv wie möglich zu entledigen und die dafür zuständigen Körperorgane ständig auf dem besten Niveau zu halten. Nur so kann die natürliche Entgiftung störungsfrei ablaufen.

Zur permanenten Stabilisierung des Darms kennt die Volksmedizin seit Jahrhunderten zahlreiche Naturstoffe. In den vergangenen drei oder vier Jahrzehnten wurden diese zum Teil wieder neu entdeckt. Außerdem fanden verschiedene Stoffe und Substanzen Einzug in die europäische Volksmedizin, die vorher nur den Ureinwohnern in Asien, Afrika oder Südamerika bekannt waren. Da auch die Pharmaindustrie inzwischen intensiv nach natürlichen Basisprodukten für wirkungsvolle Medikamente forscht, sind auch neue Wirkstoffe entdeckt worden. Nachfolgend eine Auswahl natürlicher Stoffe, die sich in sinnvollen Kombinationen als Nahrungsergänzung zur ständigen Stabilisierung des Darms und seiner Funktionen gut eignen.

  • Bockshornklee, wirkt auf den Darm schleimlösend, verdauungsfördernd und regt den Stoffwechsel an.
  • Camu-Camu, wirkt vitalisierend, Immunsystem stärkend, verbessert die Aufnahme von Eisen und reguliert den Darm.
  • Curcuma, wirkt gegen Völlegefühl, Blähungen, Druck und Schmerz im Oberbauch, langsame Verdauung und Fettunverträglichkeit.
  • Folsäure, Verdauungsprobleme, Sterilität und Pigmentstörungen sind häufig auf Folsäuremangel zurückzuführen.
  • Fucus versiculosus, ist heute Bestandteil vieler Schlankheitsmittel.
  • Kieselerde, ist hilfreich für die Neubildung von Haut, Haaren, Nägeln, Zähnen, Knochen und Gewebe.
  • Lactobakterien, sind die natürlichen Gegenspieler der Kolibakterien und halten das Darmmilieu im gesunden Gleichgewicht.
  • Paradiesnuss, ihr Selen besteht ausschließlich aus Selencysthationin, der einzigen Form, die der Körper unmittelbar verarbeiten kann, ohne es umwandeln zu müssen.
  • Sanddorn, das im Fruchtfleisch und in den Kernen enthaltene Öl wirkt entzündungshemmend und wird bei Magenschleimhautentzündungen verwendet.
  • Schwarzer Pfeffer, bewirkt eine Erregung von Peristaltik und Tonus der Darmmuskulatur und ist somit hilfreich bei vielen Darmproblemen wie etwa Verstopfung oder Darmträgheit.
  • Vitamine des B-Komplexes, zur allgemeinen Versorgung mit Nährstoffen und Unterstützung des Immunsystems.

Die Wirkungsweisen der einzelnen Inhaltsstoffe werden im letzten Kapitel genauer beschrieben.

Miserable Gesundheitspolitik erfordert mehr Eigeninitiative

Miserable Gesundheitspolitik erfordert mehr Eigeninitiative

Wer nun die Meinung vertritt, dass hier die Politik zum Eingreifen aufgerufen sei, um die umfassende Information der Bundesbürger endlich zu gewährleisten und das Gesundheitswesen sinnvoll zu renovieren, sieht sich böse enttäuscht. Was wie seit Jahrzehnten erleben ist immer der gleiche Vorgang, Pharmafirmen und Krankenkassen können sich nach Belieben am großen Topf der Krankenbeiträge bedienen. Der Versicherte zahlt es ja, egal was es auch kostet. Es ist deshalb auch nicht weiter verwunderlich, dass zahlreiche Medikamente in unserem Land wesentlich teurer sind als in vielen anderen EU-Ländern. Dass jetzt auch noch die ärztlichen Leistungen immer weiter gesenkt werden, ist nur eine weitere Umdrehung in dieser Abzockschraube. Den Patienten wird wirtschaftlich immer mehr zugemutet. Quartalsgebühren beim Arzt, höhere Zuzahlungen bei Medikamenten und das Versagen von Verordnungen wirksamer aber teurer Arzneien sind nur einige Beispiele.

Auch in anderen Bereichen stehen wirtschaftliche Interessen vor denen der betroffenen Patienten. Wie ist es sonst logisch verständlich, das zum Beispiel eine anerkannt wirkungsvolle Therapie wie die mit Alpha-Liponsäure-Präparaten seit dem 1. April 2004 von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr bezahlt wird? Man kann in der anerkannten „Ärzte Zeitung“ nachlesen: „Sie stellt aber bei diabetischer peripherer Polyneuropathie die einzig pathogenetisch orientierte Therapie dar, die in mehreren Studien und einer Metaanalyse von der Wirkung und von der Effektivität her bewiesen ist.“ Ein Patient, der weiter auf Alpha-Liponsäure angewiesen ist, muss sich diese Präparate also aus eigener Tasche leisten können. Da nahezu die Hälfte aller Diabetiker nach zehn oder mehr Krankheitsjahren an Polyneuropathie erkranken, betrifft diese unsinnige Entscheidung mehrere Millionen Menschen in unserem Land. Ob sich alle die nicht gerade billigen Alpha-Liponsäure-Präparate aus eigener Tasche leisten können, wage ich zu bezweifeln. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr: wir leben in einer Zwei-Klassen-Medizin, die immer extremer wird und somit zur Gefahr für die Gesund derjenigen wird, die sich keine teuren Privatversicherungen leisten können.

 

Die neue Zwei-Klassen-Medizin und wie man ihr entgeht

Es ist also nicht weiter verwunderlich, wenn sich immer mehr Patienten den alternativen Therapeuten zuwenden. Zum einen sind sie heute besser über die vielfältigen Möglichkeiten informiert, die sich im alternativen medizinischen Bereich ergeben, zum anderen mehren sich die Berichte über Erfolge auch bei solchen Patienten, die von der Schulmedizin bereits aufgegeben waren. Hinzu kommt auch die allgemein als äußerst negativ empfundene Zwei-Klassen-Medizin. Sie erweckt vor allem bei den Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen das Gefühl, nicht mehr ausreichend gut versorgt zu werden. Dies mag ein unterschwelliges Gefühl sein, beeinflusst aber mit Sicherheit viele Entscheidungen bei der Auswahl von Therapeuten und Heilverfahren.

Wer dieser Thematik entgehen will, hat gar keine andere Wahl, als selbst aktiv zu werden. Vor allem chronisch kranke Menschen müssen sich intensiver selbst über ihre Krankheit und allen möglichen Verfahren und Arzneien informieren, wollen sie nicht den Rest ihres Lebens auf die Medikamente <angewiesen sein, die ihre jeweilige Krankenkasse bezahlt.

Diese gesamte Verunsicherung der Menschen hat aber auch einen positiven Effekt. Das Gesundheitsbewusstsein wird immer größer. Frei nach dem Motto, „wer nicht krank wird muss auch nicht geheilt werden“, erringt die Prävention einen deutlich steigenden Stellenwert. Gesundheitsvorsorge ist auch die beste Möglichkeit, vielen Problemen unseres kranken Gesundheitssystems zu entgehen. Dies beginnt bereits mit einer veränderten Lebensführung. Mehr Bewegung, ein ruhigeres und ausgeglichenes Privatleben, Verzicht auf Suchtgifte wie Nikotin oder Alkohol und eine gesunde und möglichst ausgewogene Ernährung wird für eine ständig steigende Zahl von Menschen immer wichtiger. Aber auch andere präventive Schritte wie Vorsorgeuntersuchungen, Gesundheits-Checks, sinnvolle Nahrungsergänzungen, Entgiftungsmethoden oder mentale Trainingsmaßnahmen werden immer häufiger in Anspruch genommen. Vor allem die Befreiung des Körpers von Umweltgiften und belastenden Stoffen so wie die Stärkung des körpereigenen Immunsystems sind wichtige Schritte, eine gute gesundheitliche Basis zu erhalten und Krankheiten ganzheitlich entgegentreten zu können.

 

Ganzheitliche Basis für Gesundheit und Wohlbefinden

Nicht nur beim Auftreten von Erkrankungen sollte eine ganzheitliche Diagnose in Erwägung gezogen werden. Auch alle Maßnahmen der Vorbeugung und Gesunderhaltung sollten stets unter diesem wichtigen Gesichtspunkt betrachtet und durchgeführt werden. Es macht wenig Sinn, sich mit irgendwelchen Nährstoffen zusätzlich zu belasten, ohne zuvor eine gesunde Basis für deren Wirkung geschaffen zu haben. Hierbei sind auch Blut-, Harn-, Haar- oder Speichelanalysen nur bedingt hilfreich. Wer etwas Sinnvolles für seine Gesundheit tun will, sollte zuerst das wichtigste der dafür zuständigen Organe in Ordnung bringen, den Darm.

Warum Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes

Die Macht der Gesundheitslobby

Solche sinnvollen Zugaben werden heute allgemein als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet. Sie werden immer wichtiger, weil unsere Ernährung uns nicht mehr ausreichend versorgt, wie wir bereits wissen, aber auch aus anderen Gründen. Vor allem die ganzheitliche Sichtweise von Krankheiten spielt hierbei eine große Rolle. Anders als die Schulmedizin sehen die alternativ orientierten Therapeuten eine Krankheit immer als ganzheitliches Problem und wenden sich nicht hauptsächlich den erkannten Symptomen zu. Faktoren wie allgemeine Stärkung des Immunsystems, ausgeglichener Nährstoff- und Hormonhaushalt so wie gezielter Ausgleich von Mangelproblemen als sinnvolle Basis für andere Therapiemaßnahmen werden kaum beachtet oder mit Hilfe verschiedener Medikamente aus den Laboren der Pharmakonzerne behandelt. Da sich aber immer mehr Menschen den alternativen Heilverfahren und Naturheilmitteln zuwenden, sehen sowohl niedergelassene Ärzte als auch die Pharmalobby ihre Pfründe schwinden. Dagegen werden seit Jahren zahlreiche Verbände, extra gegründete Vereine und Institute und ein großer Teil der Medien tätig. Je mehr Menschen sich sinnvollen alternativen Heilverfahren wie etwa der Homöopathie, traditionellen Chinesischen Medizin, Ayurveda oder der altbewährten Volksmedizin zuwenden, desto intensiver werden die Publikationen betrieben, die alles Alternative verdammen und als Humbug darstellen. Dies gilt natürlich auch für die in vielen Fällen wichtigen Nahrungsergänzungsmittel. Sie werden in der Dosierung per Gesetz möglichst schwach gehalten und somit als wirkungslos diffamiert, was nachweislich falsch ist. Nicht Masse sonder Klasse ist für die Gesundheit wichtig. Das gilt für Therapeuten ebenso wie für Heilverfahren und wirkungsvolle Substanzen.

Wie stark diese Gesundheitslobby in unserem Land ist, lässt sich an einem einfachen Beispiel leicht erklären. Wer heute eine Flasche mit Zitronensaft verkauft und auf das Etikett oder einem Beilegzettel schreibt: „Der  Zitronensaft XYZ beugt der Skorbuterkrankung vor und kann sie im Anfangsstadium sogar heilen“ begeht damit einen klaren Gesetzesverstoß. Alleine wegen dieser wahren, in der Praxis und Wissenschaft seit Jahrhunderten bewiesenen Heilaussage wird aus dem einfachen Zitronensaft in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern plötzlich ein Arzneimittel. Wohlgemerkt, ohne dass am Inhalt etwas geändert oder zugefügt wurde. Dieses Arzneimittel bedarf nun einer Zulassung und kann dann nur noch in Apotheken verkauft werden. Das mag für den einfachen Bürger auf den ersten Blick wie ein Scherz erscheinen, ist aber immer noch geltendes Recht in unserem Land, so unsinnig das auch sein mag.

Was bei uns ein Nahrungsergänzungsmittel sein darf legt die „Verordnung über Nahrungsergänzungsmittel und zur Änderung der Verordnung über vitaminisierte Lebensmittel“ vom 24. Mai 2004 bis ins Detail genau fest. Sie sagt dazu im § 1:

(1) Nahrungsergänzungsmittel im Sinn dieser Verordnung ist ein Lebensmittel, das

  1. dazu bestimmt ist, die allgemeine Ernährung zu ergänzen.
  2. ein Konzentrat von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung allein oder in Zusammensetzung darstellt und
  3. in dosierter Form, insbesondere in Form von Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen und anderen ähnlichen Darreichungsformen, Pulverbeuteln, Flüssigkeitsampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen und ähnlichen Darreichungsformen von Flüssigkeiten und Pulvern zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen in den Verkehr gebracht wird.

(2) Nährstoffe im Sinne dieser Verordnung sind Vitamine und Mineralstoffe, einschließlich Spurenelemente.

Wer jetzt der Meinung ist, dass er weiß wie ein Nahrungsergänzungsmittel definiert wird, hat sich gründlich geirrt. Bleiben wir bei unserem Zitronensaft. Er erfüllt alle vorgenannten Kriterien und würde mit den Aussagen „beugt vor“ und „kann heilen“ dennoch als Arznei eingestuft. Grund hierfür bietet ein anderes Gesetz, dass den Begriff „Arzneimittel“ exakt definiert.

Hier ist der § 2 des „Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes“, kurz LMBG relevant. Vereinfacht ausgedrückt ist alles, was bei Heilung oder der Verbesserung einer Erkrankung hilft oder auch nur vorbeugt bereits ein Arzneimittel im Sinne dieses Gesetzes. In unserem Fall auch der Zitronensaft mit seiner richtigen Heilaussage. Ist der Zitronensaft aber durch diesen Aufdruck plötzlich vom Nahrungsergänzungs- zum Arzneimittel aufgestiegen, tritt nun der § 21 des Arzneimittelgesetzes in Kraft: Für unseren so verkannten Zitronensaft würde es bedeuten, dass wir für ihn zuerst eine Zulassung als Arzneimittel beantragen müssen, ehe wir ihn mit dem Heilaufdruck verkaufen dürften, dann natürlich auch nur in Apotheken. So ein Verfahren dauert Jahre und kostet Millionen. Wollen wir all diese unangenehmen und teuren Dinge vermeiden, nennen wir unseren Zitronensaft lieber ein Nahrungsergänzungsmittel, ändern das Etikett und schreiben nun darauf „Unser Saft stärkt das Immunsystem und sorgt für eine gute Gesundheit“. Jetzt haben wir ein Produkt, das den deutschen Normen und Gesetzen entspricht, den mündigen Bürger aber nicht umfassend über die tatsächlichen Wirkungen informieren darf. Den Lobbyisten und uneinsichtigen Juristen sei Dank.

Wenn aber eine Pharmafirma einen Werbespot senden lässt, in dem eine Frau über Fußschmerzen klagt und die andere ihr dann zu einem bestimmten apothekenpflichtigen Schmerzmittel rät, regt sich niemand über diesen Unsinn auf. Ob diese Schmerzen die Vorboten einer scher wiegenden Erkrankung sind oder das Ergebnis von Mineralstoffmangel wird gar nicht erst angesprochen. Es sollen ja möglichst viele Tabletten verkauf und nicht ein Gesundheitsproblem wirklich beseitigt werden. Es ist so, als ob ein Autoreifen ständig Luft verliert und der Fachmann dies nur mit Aufpumpen beseitigen will. Das hilft zwar für den Moment, löst das Grundübel aber nicht. Das aber ist Geldmachen und Lobbyisten völlig egal. Wenn die Reifenluft sich vermarkten ließe, gebe es sicher auch so einen Werbespot.

Eiweiß, auch Protein genannt

Eiweiß oder Protein ist die Substanz, die alle Lebewesen gemeinsam haben, und ohne die Leben, wie wir es kennen, nicht möglich ist. Nur Protein ist in der Lage, Zellen aufzubauen und Gewebe zu erneuern oder zu reparieren. Protein wird aus verschiedenen Aminosäuren aufgebaut. Einzelne Aminosäuren werden im Körper zu Ketten verbunden, den so genannten Di- (zwei), Tri- (drei) oder Poly- (viel) Peptiden. So entstehen dann letztendlich die Proteine, die wir mit der täglichen Nahrung zu uns nehmen. Was so zu Protein verbunden werden kann, wird im Rahmen unserer Verdauung dann auch wieder gespalten. Anders ausgedrückt, die Proteine werden nach der Nahrungsaufnahme im Rahmen der so genannten Proteinverdauung in unserem Magen-Darmtrakt wieder in ihre Bestandteile zerlegt. Die Proteinverdauung beginnt im so bezeichneten „sauren Milieu“ des Magens. Durch die im Körper vorgehende Eiweißzersetzung (endogene Protease) werden die Nahrungsproteine in kürzere oder längere Stücke aufgeteilt. Beim Transport durch den Darm als Nahrungsbrei wirken weitere Säfte auf die Proteine ein. Im Dünndarm wird der Brei dann durch den Saft der Bauchspeicheldrüse (Pankreassaft) auf Werte eingestellt, die zwischen „neutral“ und „leicht alkalisch“ liegen. Im weiteren Verlauf der Wanderung durch den Darm werden dann auch freie Aminosäuren resorbiert. Diese gelangen über den Darm in den Blutkreislauf. Sie müssen also vom Magen nicht verdaut werden.

Aminosäuren sind die Bausteine unseres Körpers. Neben der Proteinbildung sind sie auch am Entstehen von Haaren, Haut, Knochen und anderen Körpergeweben, Antikörpern, Hormonen, Enzymen und Blut beteiligt. Bisher hat die Wissenschaft 20 proteinbildende Aminosäuren entdeckt. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Aminosäuren. Sie sind für den Stoffwechsel wichtig, nehmen aber nicht an der Eiweißbildung teil. Die 20 proteinbildenden Aminosäuren unterschied man jahrelang in die zwei Gruppen essentiell und nicht essentiell. Heute weiß man aber, dass die Abgrenzungen fließend sein können.  So können beispielsweise veränderte Lebenssituationen und Umstände verantwortlich für solche Verschiebungen sein. Es gibt auch Aminosäuren, die Leistung steigernd und Muskel aufbauend (anabol) wirken. Sie können in bestimmten Fällen durchaus lebenswichtig sein. Aminosäuren dieser Art werden inzwischen als dritte Gruppe mit der Bezeichnung semiessentiell (halb-lebenswichtig) belegt. Es ist diese Gruppe der Aminosäuren, die eine immer größere Rolle bei der sinnvollen Nahrungsergänzung spielen.


Die 8 essentiellen Aminosäuren:

Isoleucin

Für den Muskelaufbau sehr wichtig. Rund ein Drittel der Muskulatur setzt sich aus Isoleucin zusammen

Mangelprobleme:

Ein Isoleucinmangel zeigt sich auch dem medizinischen Laien erkennbar, vor allem als Schwund von Muskelmasse. Symptome wie Abgeschlagenheit und niedriger Blutdruck (Fachbegriff Hypoglykämie) begleiten das Gesundheitsproblem.

Leucin

Für den Aufbau und den Erhalt von Muskeln unverzichtbar. Leucin unterstützt die Proteinsynthese in Muskeln, aber auch in der Leber, mindert den Abbau von Muskelprotein und dient als Energielieferant; unterstützt auch bestimmte Heilprozesse.

Mangelprobleme:

Ein Leucinmangel kann sich durch Abgeschlagenheit und gesteigerte Müdigkeit ausdrücken. Meist geht dem Leucinmangel ein Mangel an Vitamin B6 voraus.

Lysin

Dient im Körper als Basis für die Synthese von Carnitin und verstärkt die Wirkung von Arginin. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist die Erkenntnis, dass Lysin die Speicherung von Calcium im Körper verstärken kann. Vor allem für Vegetarier ist wichtig, dass Lysin die Proteinqualität nahezu aller pflanzlicher Lebensmittel aufwertet.

Mangelprobleme:

Ein Lysinmangel kann sich negativ auf die Proteinsynthese auswirken. Dadurch kann es zu einer Verlangsamung der Muskelneubildung kommen.

Methionin

Für die Leber äußerst wichtig. Methionin hilft bei der Regeneration von Leber- und Nierengewebe, erhöht die Produktion von Lecithin in der Leber und unterstützt den Abbau von überflüssigem Fett in diesem wichtigen Organ, aber auch im Blut.

Mangelprobleme:

In Kombination mit einem Mangel an Vitamin B6 kann es zu verstärkter Arteriosklerose kommen

Phenylanalin

Der Organismus benötigt Phenylalanin zur Bildung von Proteinen wie Insulin, Melatonin oder Papain. Weiterhin ist diese Aminosäure bei der Ausscheidung und Eliminierung bestimmter Schadstoffe in der Blase und den Nieren beteiligt.

Mangelprobleme:

Mangel an Phenylalanin und somit auch an Norepinephrin können Depressionen zur Folge haben und ansonsten unerklärliche Stimmungsschwankungen hervorrufen.

Threonin

Neben einer wichtigen Rolle bei der Produktion von Antikörpern und Immunglobulin, was für das Immunsystem äußerst wichtig ist, hat das Threonin ebenso Einwirkungen auf den Fetthaushalt wie das bereits beschriebene Methionin. Um Threonin aber richtig und effektvoll nutzen zu können, benötigt der Organismus Magnesium und die Vitamine B3 und B6.

Mangelprobleme:

Niedrigerer Energielevel, Mattigkeit und rasches Ermüden.

Tryptophan

Vorstufe der Serotoninbildung.

Mangelprobleme:

Das Risiko für Angstzustände und Panikattacken nimmt zu.

Valin

Wirkt zusammen mit den bereits erwähnten Aminosäuren Isoleucin und Leucin und verfügt über ähnliche Eigenschaften.

Mangelprobleme:

Ein Valinmangel entsteht meist bei fehlender Versorgung mit Proteinen, die alle essentiellen Aminosäuren enthalten oder bei Mangel an Vitamin B6.

Die 4 semiessentiellen Aminosäuren

Arginin

Arginin ist eine der wichtigsten Aminosäuren, vor allem für Kinder, bei denen sie sogar essentiell, also lebenswichtig ist. Bei Erwachsenen kann Arginin im Körper synthetisiert werden und ist im Normalfall dann stets in ausreichendem Maße vorhanden. Es spielt eine entscheidende Rolle für die Muskelfunktion, beim Wachstum und beim Heilungsprozess. Ferner reguliert und unterstützt es die wichtigsten Komponenten des Immunsystems und hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit. Es vermag Tumorwachstum zu reduzieren und verfügt so über Krebs hemmende Eigenschaften. Im Leberstoffwechsel ist es für die Harnbildung und den Abbau von Ammoniak mitverantwortlich. Im Körper wandelt sich Arginin schnell in Ornithin und umgekehrt. Daher ist es auch unter Umständen durch Ornithin ersetzbar.

Histidin

Hierbei handelt es sich um eine der medizinisch noch weniger bekannten Aminosäuren. Man weiß aber inzwischen, dass Histidin im Darm nur etwa zu zwei Dritteln resorbiert wird und nicht vollständig wie die anderen Aminosäuren. Einige wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass L-Histidin möglicherweise ein Ansatz zur Bekämpfung der Immunschwächeerkrankung AIDS sein könnte. Beim Kampf gegen Allergieerkrankungen konnten bereits erste Erfolge mit dem Einsatz des Histidin verzeichnet werden. Bei der Behandlung arthritischer Erkrankungen setzt die Medizin Histidin bei denjenigen Patienten ein, bei denen die Aminosäure in zu niedriger Menge vorhanden ist. So könnte man möglicherweise ableiten, dass ein Mangel dieser Aminosäure eine Rolle bei arthritischen Erkrankungen spielen kann.

Cystein

Man weiß inzwischen, dass es Schwermetalle binden und somit bei solchen Vergiftungen positiv wirken kann. Auch für das Wachstum von Haut und Haaren zeichnet Cystein verantwortlich. Vor allem der Schutz vor den so genannten freien Radikalen macht Cystein für die Medizin sehr interessant.

Tyrosin

Diese Aminosäure ist im Körper für zahlreiche Drüsenfunktionen verantwortlich, z.B. bei der Hirnanhang-, Nebennieren- und Schilddrüse. Weiterhin ist Tyrosin an der Bildung von Neurotransmittern im Gehirn beteiligt, so etwa beim Adrenalin oder Wachstumshormon (HGH). Als Folge aus dieser Vielzahl von Beteiligungen und Wirkungen des Tyrosin geht man inzwischen davon aus, dass es dem Körper zusätzliche Energie verleiht, Stress abbauend wirkt und als Antidepressivum angewendet werden kann. Mehr  zum Antidepressiva-Charakter von L-Thyrosin.

Da die einzelnen Zellen des Organismus zum Großteil aus Proteinen bestehen, die einem ständigen Auf- und Abbau unterliegen, muss auch eine permanente Versorgung mit den wichtigen Aminosäuren gewährleistet sein.

Aufgaben im Organismus:

Aufbau und Erhalt der Körperzellen

Mangelprobleme:

Störung der geistigen und körperlichen Entwicklung, nachlassen der Widerstands- und Leistungsfähigkeit.