Biopherine

Biopherine sind Bestandteile des schwarzen Pfeffers. Der schwarze Pfeffer ist in den meisten Küchen als Gewürz vertreten. Dass er auch über Heilwirkungen verfügt, erkannten vor mehr als zwei Jahrtausenden bereits die Heilkundigen Indiens. In Europa wurde das Gewürz aber erst nach der Entdeckung des wichtigsten Inhaltsstoffs, des Piperin im Jahr 1819 durch den Dänen Hans Christian Oersted in die Arzneikunde eingeführt aber eher selten angewendet. Dies änderte sich in den 1950er Jahren. Bei Untersuchungen stellte sich heraus, dass der Pfefferreiz bei Anazidität stimulierend wirkt, ohne dass es zu einer überschießenden Säureproduktion kommt. Außerdem bewirkt er eine Erregung von Peristaltik und Tonus der Darmmuskulatur und ist somit hilfreich bei vielen Darmproblemen wie etwa Verstopfung oder Darmträgheit. Neue pharmakologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Pfeffer auch die Gerinnungsfähigkeit des Blutes erhöht, die Thrombin-Aktivierung beschleunigt und die Gerinnungszeit verkürzt.

Curcuma

Curcuma ist ein aus Indien stammendes Gewürz. Der Gebrauch von Curcuma läßt sich fast 4000 Jahre zurückverfolgen, bis zur vedischen Kultur Indiens, in der Curcuma nicht nur das wichtigste Gewürz war, sondern auch als heilig galt. In westlichen Küchen wird Curcuma kaum als Einzelgewürz genutzt, taucht aber in Gewürzmischungen, wie z.B. Curry auf. Dem Senf wird es als farbgebende Komponente zugegeben. Curcuma gilt als appetitanregend; in ihrem Heimatland gelten die Wurzeln als Mittel zur Stärkung von Galle und Nieren.