Aminosäure Glutamin

Glutamin ist eng mit der Glutaminsäure verwandt. Es wird als das ?-Mono-Amid der L-Glutaminsäure bezeichnet. Damit ist die Ableitung von Ammoniak gegeben. Es kann in Glutaminsäure und selbige wieder in Glutamin umgewandelt werden. Dies ist bedeutend für die Regulation und den Abbau des Ammoniaks zu Harnstoff im körpereigenen Bereich.
Glutamin kann über die Nahrung aufgenommen werden. Darüber hinaus gehört es jedoch nicht zu den essentiellen Aminosäuren, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Denn Glutaminsäure kann selbst aufgebaut werden, aus körpereigenen Bestandteilen.

Glutamin wird für die Herstellung von Körpereiweiß benötigt. Denn ohne Glutamin keine Muskelproteinsynthese! Auch für die Gehirnleistung ist es unabdingbar. Es hat als Baustein von Neurotransmittern wichtige Funktionen. Nicht zuletzt sorgt es auch für einen angenehmen Schlaf und eine ausgeglichene Stimmung. Zwar kann es vom menschlichen Organismus selbst produziert werden, dies kann jedoch bei großen körperlichen Anstrengungen und daraus resultierendem hohen Bedarf nicht immer ausreichen. Gerade dann ist die Glutaminsäure jedoch erforderlich, da sie eine durchaus wichtige Funktion erfüllt, nämlich das Zellvolumen bei intensivem körperlichem Training zu vergrößern. Erst wenn sich das Volumen der Zelle erweitert, erkennt der Körper dies als Zeichen die Proteinbildung anzukurbeln. Außerdem ist es Grundvoraussetzung dafür, Glykogen zu bilden und den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.

Zur erfolgreichen Bildung von Glutamin im Körper sind essentielle Aminosäuren die Grundvoraussetzung. Dazu gehören die Aminosäuren Isoleucin und Valin.
Glutamin das auf diese Weise entstanden ist, wird nun zur Leber transportiert. Der Transport erfolgt über das Blut. Dabei wird es zu Harnstoff metabolisiert. Durch diesen Vorgang kann sich die Glutaminsäure erneut zurückbilden.
Liegt nun durch hohe körperliche Anstrengungen eine katabole Stoffwechsellage vor, benötigt der Körper komplexe Proteine. Denn unterliegt die Energiezufuhr dem benötigten Energieverbrauch, und kann im Zustand des intensiven Trainings keine gegenwärtige Regeneration erfolgen, muss der katabole Zustand umgehend ausgeglichen werden. Nur daraus resultierend kann eine neue Energiegewinnung erfolgen.
Zum Ausgleich dieses Missverhältnisses werden andere Aminosäuren benötigt. Dazu zählen unter anderem verzeigt kettige Aminosäuren wie Isoleucin und Leucin, aber auch Prollin, Histidin und Arginin. Diese werden von der Glutaminsäure aufgenommen, um dann in Alanin umgewandelt zu werden. Der Körper versucht in dieser Phase selbst Glutamat herzustellen.

In diesem Stadium empfiehlt es sich, Glutamin zusätzlich aufzunehmen. Dadurch kann die Zufuhr der angesprochenen Aminosäuren verringert werden. Auch bei Diäten, psychischen Belastungen und Anspannungen sowie bei aus Unfällen resultierenden Verletzungen besteht ebenso ein erhöhter Bedarf. Denn nur so kann sich der Körper schnell wieder von den Verletzungen erholen. Zu diesem Zweck, aber auch um den Muskelaufbau zu fördern und die Leistungsfähigkeit dauerhaft zu verbessern, kann es als Nahrungsergänzung aufgenommen werden. Daher ist es auch unter Sportlern sehr beliebt.

Glutamin kommt in hohem Anteil in Quark vor. Darüber hinaus ist es auch in anderen eiweißreichen Produkten wie Fisch, Geflügel, Gemüse und in Milch und Jogurtprodukten enthalten. Ein hoher Anteil findet sich auch in Sojaprotein und Weizen. Auch Proteinpulver leistet einen Beitrag dazu, einen Glutamatmangel zu verhindern.

Da Glutamin als sehr wichtige Quelle für die Energiegewinnung gilt, ist ihr Beachtung zu schenken.

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