Aminosäure Alanin

Alanin ist eine spezielle Aminosäure, diese tritt in den zwei verschiedenen Formen L-Alanin und D-Alanin auf. L-Alanin ist eine proteinogene Aminosäure während man D-Alanin hauptsächlich als Baustein des Mureins vorfindet. L-Ananin kann industriell hergestellt werden und wird in einem biotechnologischen Verfahren produziert. Dabei wird von der Carboxygruppe die L-Asparaginsäure durch Abspaltung gewonnen. Die Aminosäure wird in vielen Bereichen in der heutigen Zeit eingesetzt, unter anderem beim Muskelaufbau. Die Beta Alanine sorgen für eine größere Ausdauer beim Trainieren und versorgen den menschlichen Körper mit zusätzlicher Kraft. Die Wirkung nach der Einnahme setzt relativ schnell ein und hält teilweise sehr lange an. Beim Krafttraining und bei anderen Übungen zum Aufbau der Muskulatur gehört die Aminosäure zu den wichtigsten Mitteln und wird vorwiegend von Kraftsportlern eingesetzt.

L-Alanin wird auch im menschlichen Körper aus Milchsäure und speziellen Ammonium-Ionen gebildet und wird unter anderem als Vorstufe der Synthese von Glucose genutzt. Auch in anderen Bereichen des menschlichen Körpers besitzt die Aminosäure eine sehr wichtige Funktion. Die wichtigste Funktion ist der Stoffwechsel zwischen der Leber und der Muskulatur. Die Muskeln speichern die größten Mengen an Proteinen im Körper, kommt es zu Hunger oder zu einem erhöhten Bedarf an Proteinen, so werden die Proteine aus den Speichern abgebaut und freigesetzt. Damit der Körper aber über einen längeren Zeitraum über die nötige Kraft verfügen kann, müssen die Speicher jederzeit gut gefüllt sein. Durch die Einnahme der Aminosäure kann diese wichtige Funktion beim Training erreicht werden. Die Aminosäure ist auch als Vorstufe des Glucoseabbaus und bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels sehr wichtig. In der Leber wird Alanin zu Glucose umgewandelt, bei einer Unterzuckerung kann unter anderem ein Mangel an Alanin vorliegen. Der Körper benötigt zusätzlich Alanin um diesen Mangel zu beseitigen, die Einnahme der Aminosäure ist ohne bekannte Nebenwirkungen möglich.

Entdeckt wurde die Aminosäure zum ersten Mal 1875 bei der Produktion von Seide. Diese besteht zu 30 Prozent aus Alanin und erhält dadurch ihre besondere Faserstärke und Flexibilität. Die spezielle Aminosäure ist Bestandteil von fast allen Proteinen wie zum Beispiel Fleisch, Mais, Reis und Hafer. Den höchsten Anteil an Alanin besitzt Gelatine. Obwohl die Aminosäure sehr wichtig für den Menschen ist, ist diese Aminosäure nicht essenziell lebensnotwendig. Im Handel gibt es die Aminosäure unter anderem als Bestandteil von verschiedenen Präparaten, die in den meisten Fällen zum Muskelaufbau eingesetzt werden können. In der heutigen Zeit ist die Aminosäure sehr verbreitet und in zahlreichen Präparaten zu finden. Je höher die Qualität der jeweiligen Präperate ist, desto höher ist der Anteil an Aminosäuren.

Zu einem Mangel an Alanin kommt es unter anderem dann, wenn über einen relativ langen Zeitraum keine Proteine aufgenommen wurden. Die genauen Auswirkungen außer der Unterzuckerung auf den menschlichen Körper sind heute noch nicht genau bekannt. Benötigt der Körper schnell Energie, so hilft Alanin als zuverlässiger Energielieferant. Sind im Körper zu wenig Glukosereserven vorhanden, so wird das Alanin im Körper in Kohlenhydrat umgewandelt. Auch der Blutzuckerspiegel ist durch diese Aminosäure stark betroffen, durch eine größere Zunahme erhöht sich automatisch der Blutzuckerspiegel. In diesem Zusammenhang sorgt Alanin auf der einen Seite auf einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel und auf der anderen Seite für genügend Energiereserven. Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass die Aminosäure auch in der Prostataflüssigkeit vorkommt. Patienten die über Schmerzen beim Wasserlassen oder an einer Prostatahyperplasie können ihre Symptome durch die Aufnahme von Alanin wesentlich lindern. Die Aminosäure sorgt für eine Abschwellung des Drüsengewebes und befreit die Patienten von ihren Schmerzen. Generell betrachtet kommt der menschliche Körper zwar auch ohne regelmäßige Einnahme der speziellen Aminosäure aus und leidet bei einem Mangel an keinen zu schlimmen Folgen. Trotzdem sollten gerade Menschen, die regelmäßig Trainieren oder Kraftsport betreiben, auf eine regelmäßige Einname von Beta Alaninen achten.

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